Glückspieler oder Kleinunternehmer?

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Für viele „Normal“ -Anleger ist die Aktie wie ein Lotterielos. Mit ein bisschen Glück macht man das große Geld hat man Pech, so verliert man all sein eingesetztes Kapital. Doch mit einem Glücksspiel hat der Gang an die Börse nur wenig zu tun.

Die oberflächliche Denkweise der Bilder eines plakativen Glücksspiels verschleiern vor allem eine Wahrheit: Der Aktionär wird zum Unternehmer, in eigener Sache. Wer allein eine einzige Aktie kauft wird Mit-Eigentümer der Gesellschaft von der er Sie hat. So gehört dem Aktionär ein kleines Stück der Firma wie z.B. ein Bruchteil der hergestellten Produkte oder ein Fleckchen des Firmengeländes. Die Aktie ist das Wertpapier in dem der Anteil verbrieft wird.

Hat die Gesellschaft Erfolg, so gewinnt neben dem Unternehmen auch der Aktionär. Er ist nämlich am Erfolg beteiligt. Einmal im Jahr fließt dem Aktionär die Dividende zu, also sein Anteil des erwirtschafteten Gewinns. Je mehr Gewinn eine Firma macht desto höher ist die Beliebtheit der Aktie und der Aktienkurs steigt. Ist das Gegenteil der Fall und es laufen die Geschäfte schlechter wie zuvor, dann sinkt der Kurs und dem Anleger kann sogar eine Kürzung der Dividende drohen.

Wie der Unternehmer macht also auch der Aktionär das auf und ab mit, wenn auch in kleinerem Maßstab. Doch das ist in erster Linie kein Lotteriespiel sondern liegt am Unternehmertum. Doch mit der Aktie hat der Aktionär auch ein Mitspracherecht bekommen und darf sich auf der Hauptversammlung und dem jährlichen Aktionärstreffen beteiligen. Zum Beispiel wird dort gemeinsam entschieden wie die Gewinne verwendet werden und wie viel an Dividenden ausgezahlt werden. Auch ist es möglich Kritik zu äußern und sogar dem Aufsichtsrat das Vertrauen zu entziehen.

Eine kleine Summe um bei einer Firma einzusteigen reicht schon aus um an der Entwicklung eines Unternehmens teilzuhaben. Im Prinzip reicht schon eine einzige Aktie um Aktionär zu sein und teilhaben zu können.

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Wie kommt ein Unternehmen an die Börse?

 

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Unternehmen gehen zur Börse über den Börsengang in dem das Unternehmen seine Aktien emittiert und an eine hohe Anzahl von Investoren verkauft.

Meist liegen die Beweggründe darin begründet, dass das Unternehmen stärker wachsen will als das bisher der Fall war. Zum Beispiel wenn er neue Firmengebäude, Fabriken bauen möchte oder ein gewinnbringendes Projekt umsetzen möchte. Natürlich dürfte klar sein, dass der Unternehmer es sich wünscht die Expansionen aus eigener Kraft zu stemmen doch ab einem gewissen Kostenrahmen wird jedes Unternehmen an seine natürlichen Grenzen stoßen.

Dann kann der Geschäftsführer natürlich bei seiner Bank um Kredit bitten. Doch das hat einen gravierenden Nachteil, denn er muss für seinen Kredit Zinsen zahlen und das sowohl in guten als auch in wirtschaftlich schlechten Zeiten. Um einen möglichst guten Kredit zu bekommen bedarf es einiger Recherche und das Berücksichtigen von diversen Kredit Tipps.

Um wie viel lukrativer erscheint da ein Börsengang indem man andere an seinem Unternehmen teilhaben lässt. Die Aktionäre geben der Firma neue Finanzkraft und werden dafür am Gewinn beteiligt. Laufen die Geschäfte nicht und das Unternehmen macht Verluste, so wird auch keine Dividende ausgeschüttet.

Doch wo Vorteile liegen sind auch schnell Nachteile gefunden, denn der Börsengang ist mit sehr hohen Kosten verbunden. Da ist zum einen ein enormer organisatorischer Aufwand, den sich die Banken bezahlen lassen und zum anderen kostet allein die Börsennotierung bis zu zehn Prozent des Emissionsvolumens. Hinzu kommen noch laufende Kosten der Präsenz, die Kosten für Aufsichtsrat, Ladung zur Hauptversammlung, Quartalsberichte und jährliche Geschäftsberichte. Hinzu kommt noch der Zwang der Transparenz und der Druck seitens Aktionären, Journalisten und Fondsmanagern – man ist einer ständigen Kritik durch die Öeffentlichkeit ausgesetzt.

Aber natürlich gibt es auch gute Gründe, warum sich Unternehmen sich all dem aussetzten. Neuinvestitionen können getätigt werden, Schulden abgebaut und die Eigentümerstruktur verändert werden ohne von Instituten und Banken abhängig zu sein. Eine Tilgung von Verbindlichkeiten aus Krediten über eine Umschuldung ist so im Idealfall  nicht mehr notwendig.

Grundvorrausetzung für den Gang zur Börse ist die Rechtsform einer Aktiengesellschaft. Des Weiteren muss ein Grundkapital von mindestens 50.000 Euro aufgebracht werden. Dieses ist ein Spiegel des Vermögens wie Gelder, Gebäude und Grundstücke. Diese Summe wird dann auf Hunderte oder gar Millionen Aktien verteilt, welche dann über die Börse angeboten werden.

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Deutsche Banken auf dem Prüfstand

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Der große Stresstest steht bevor – 90 europäische Banken müssen sich einer Überprüfung unterziehen darunter auch 13 deutsche Institute.

Die Kriterien sind diesmal wesentlich härter als noch im vergangenen Jahr. Zwei Landesbanken dürften auf der Kippe stehen. Die Ergebnisse werden bereits in der Finanzwelt mit großer Spannung erwartet.

Der Stresstest soll zeigen, wie krisenfest die Banken sind.  Durchgeführt wird die Überprüfung von der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA). Alle 90 Banken zusammen repräsentieren in etwa 65 Prozent der EU-Bankbilanz. Wirtschaftskritiker kritisieren den Test als halbherzig und viel zu lasch. Der Sparkassen-Verband hingegen hatte das geänderte Vorgehen als “unverständlich” kritisiert. Die Bankaufseher sehen dies jedoch anders und der Test sei in diesem Jahr wesentlich härter als im letzten. Andrea Enria, der Präsident der EBA erklärte, dass man die Überprüfung bedeutend verschärft hätte. Im Jahr 2010 sind 84 Banken durchgekommen und nur sieben hielten nicht stand.

Um die Immunität bei unvorhersehbaren Einbußen zu garantieren, wird von den Instituten fünf Prozent des Eigenkapitals auf risikogewichtete Anlagen verlangt, so die Aussage der Behörde. Dies ist weniger als 2010 allerdings war damals eine Mischform aus Eigen- und Fremdkapital wie stille Einlagen, zulässig. Schwierigkeiten könnten bei diesen Änderungen vor allem Banken aus Deutschland bekommen, weil diese einen großen Teil Ihrer Aktiva nicht einbringen können. Die beiden Landesbanken NordLB und Helaba,  welche beide ohne Staatshilfe durch die Krise gekommen sind, müssen aus genau diesem Grunde zittern und schon im vergangenen Jahr wurde der Stresstest nur mit hängen und würgen bestanden. Aufgrund der höheren Auflagen dürfte es diesmal schwierig werden. Nur wenn Sie konkrete Vereinbarungen auf den Tisch legen hätten Sie wohl eine Chance durchzukommen – man darf gespannt sein.

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